Ratgeber · Markt & Vergleich

Lage entscheidet: Standortfaktoren für die Mietrendite

Bei Immobilien heisst es: Lage, Lage, Lage. Doch fuer die Mietrendite ist die beste Lage nicht automatisch die beste Wahl. In Top-Staedten ist die Rendite oft niedrig, in einfacheren Lagen hoeher, dafuer mit mehr Risiko.

1 Min Lesezeit 298 Wörter 3 FAQs
Mateusz Viola
Mateusz ViolaBetreiber & Redakteur
Geprüft am

Das alte Mantra und seine Grenzen

Lage, Lage, Lage gilt als oberste Regel beim Immobilienkauf. Für die reine Mietrendite muss man diese Regel aber differenziert sehen. Die begehrteste Lage liefert nicht automatisch die höchste Rendite, oft im Gegenteil. Wer eine Immobilie als Kapitalanlage bewertet, sollte Standortfaktoren bewusst gegen den erzielbaren Ertrag abwägen.

Warum Top-Lagen niedrig rentieren

In den gefragten Grossstädten und Top-Lagen sind die Kaufpreise in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die Mieten. Ein hoher Kaufpreis bei vergleichsweise moderater Miete ergibt rechnerisch eine niedrige Bruttorendite. Anleger nehmen das in Kauf, weil sie auf Sicherheit, stabile Nachfrage und langfristige Wertsteigerung setzen. Die niedrige laufende Rendite wird gewissermassen durch Sicherheit erkauft.

Höhere Rendite in einfacheren Lagen

In B- und C-Lagen, also in kleineren Städten oder weniger zentralen Vierteln, sind die Kaufpreise niedriger, während die Mieten relativ dazu höher liegen. Das ergibt höhere Bruttorenditen. Der Preis dafür ist mehr Risiko: Die Mieternachfrage kann schwächer sein, das Leerstandsrisiko höher und die Wertentwicklung unsicherer. Höhere Rendite ist auch hier die Belohnung für höheres Risiko.

Die entscheidenden Standortfaktoren

Unabhängig von der Lagekategorie lohnt der Blick auf konkrete Faktoren. Eine wachsende oder zumindest stabile Bevölkerung, ein gesunder Arbeitsmarkt, gute Verkehrsanbindung, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie eine spürbare Mietnachfrage senken das Leerstandsrisiko. Eine Stadt mit Universität oder grossen Arbeitgebern hat oft eine verlässliche Nachfrage. Schrumpfende Regionen dagegen bergen das Risiko dauerhaften Leerstands, der jede rechnerische Rendite zunichtemacht.

Rendite und Sicherheit abwägen

Die Standortwahl ist letztlich eine Abwägung zwischen laufender Rendite und Sicherheit. Es gibt kein objektiv richtiges Verhältnis, es hängt von der eigenen Strategie und Risikobereitschaft ab. Der Mietrendite-Rechner liefert die nackte Renditezahl zu Kaufpreis und Miete. Die Einordnung, ob ein Standort diese Rendite langfristig trägt, bleibt eine qualitative Entscheidung. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlageberatung.

FAQ

Häufige Fragen

Warum ist die Rendite in Top-Lagen niedrig?

Weil die Kaufpreise dort stark gestiegen sind, waehrend die Mieten nicht im gleichen Tempo mitzogen. Ein hoher Kaufpreis bei moderater Miete ergibt eine niedrige Bruttorendite. Anleger akzeptieren das wegen der hohen Sicherheit und der Aussicht auf Wertsteigerung.

Sind B- und C-Lagen die bessere Wahl?

Sie bieten oft hoehere Mietrenditen, weil die Kaufpreise niedriger sind. Das Risiko ist aber groesser: schwaechere Mieternachfrage, hoeheres Leerstandsrisiko und geringere Wertstabilitaet. Hoehere Rendite ist hier die Belohnung fuer mehr Risiko.

Welche Standortfaktoren sind wichtig?

Entscheidend sind Bevoelkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Bildungseinrichtungen und die lokale Mietnachfrage. Eine wachsende Stadt mit stabilem Arbeitsmarkt senkt das Leerstandsrisiko, auch wenn die Anfangsrendite niedriger ausfaellt.

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Quellen

Worauf dieser Ratgeber sich stützt

Veröffentlicht · zuletzt geprüft
Verantwortlich: Mateusz Viola
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